Geschichte der Bergführerei im Haslital
Das Haslital ist, seit dem Ursprung des Alpinismus, ein Bergsport- und Skitourenzentrum von seltener Vielfalt und grosser Tradition. Ausgebildete Bergführer begleiten Sie sicher auf die Gipfel der phantastischen Bergwelt des Haslitals.
Kaum eine Talschaft oder ein anderer noch so bekannter Bergsteigerort hat an der Erschliessung der Alpen und an Erstbesteigungen namhafter Gipfel so grossen Anteil wie das Haslital.
Seit Beginn der Gletscherforschungen am Unteraargletscher vor 150 Jahren bis in die heutige Zeit erfreuen sich die Haslitaler Bergführer grosser Beliebtheit. In der Geschichte des Alpinismus genossen viele unserer Vorfahren Weltruf.
Wir sind stolz darauf, diese Tradition weiterzuführen und wünschen Ihnen viele unvergessliche Bergerlebnisse.
Ihre Haslitaler Bergführer
Seit Beginn der Gletscherforschungen am Unteraargletscher vor 150 Jahren bis in die heutige Zeit erfreuen sich die Haslitaler Bergführer grosser Beliebtheit. In der Geschichte des Alpinismus genossen viele unserer Vorfahren Weltruf.
Wir sind stolz darauf, diese Tradition weiterzuführen und wünschen Ihnen viele unvergessliche Bergerlebnisse.
Ihre Haslitaler Bergführer
Anfangs 19. Jahrhundert
Als Wiege der Führerei gilt die Grimsel. Von hier unternahmen Gletscherforscher wie Louis Agassiz und Josef Hugi mit Hilfe von einheimischen Jägern und Hirten erste Erkundungsfahrten und Besteigungen in die bis dahin unbekannten Berner Alpen. Berge und Pässe wie Scheuchzer-, Agassiz-, Studer- und Grunerhorn sowie der Hugisattel sind Zeugen dieser Zeit.
Grossen Bekanntheitsgrad in dieser Zeit genossen unter anderem: Johann Jaun, Meiringen, 1806 –1860, bevorzugter Führer von Forscher Agassiz. Er bestieg als erster das Finsteraarhorn mit Gast. Jakob Leuthold, Guttannen, 1806 –1843, Hauptführer der Erstbegehung des Finsteraarhorns über die Westflanke und den NW-Grat. Dieser galt als sehr geschickter, stolzer und kühner Führer und besass laut Desor die Fähigkeit, Berge intuitiv zu erkennen. Melchior Banholzer aus Guttannen, geb. 1814, ausgewandert nach Amerika, war nach Aussagen von Dollfuss «der unerschrockenste, halsbrecherischte Führer aller Zeiten».
Ein Pionier der ersten Generation war Melchior Anderegg, 1827–1914, Zaun. International kannte man ihn als «King of the Guides». Sein Repertoire an Erstbesteigungen ist umfangreich. Jakob Anderegg, Meiringen, 1827–1878, etwas weniger berühmt als sein Vetter Melchior, war «ein Draufgänger bei dem Vorsicht durch Abwesenheit glänzte» (Zitat Leslie Stephens).
«goldenes Zeitalter» 1854 – 1865
Während diesen Jahren wurden die Mehrzahl der Viertausender und markanteren Dreitausender bestiegen. Im Goldenen Zeitalter waren es vor allem Engländer, mit denen unsere Vorfahren die Alpen erschlossen. Meiringen war damals als Talort sehr gefragt und bekannter als Grindelwald. Als nach dem Dorfbrand von 1891 Meiringen wieder aufgebaut wurde, finanzierten dies zum Teil auch die englischen Gäste der Hasliführer.
Die zweite Generation prägten unter anderen Johann Fischer, Zaun, 1834 – 1874, mit seinen Erschliessungen im Mont-Blanc-Gebiet und Andreas Maurer, Meiringen, 1842 –1882, als Erstbegeher des Biancograts an der Bernina und erster Schweizer Auslandführer. Zur selben Liga gehörte Johann Jaun, Zaun, 1843 –1921. Von ihm stammt das Zitat: «Ma möös nid nummen gahn, ma möös o em umhi chun».
Auch die erste erfolgreiche Skitour auf den Montblanc, 4807 m, erfolgte durch einheimische Bergführer. Es waren dies Alexander Tännler, Kaspar Maurer, Innertkirchen, und Heinrich Zurflüh, Lugen, mit einem deutschen Begleiter am 25. Februar 1904.
Als Wiege der Führerei gilt die Grimsel. Von hier unternahmen Gletscherforscher wie Louis Agassiz und Josef Hugi mit Hilfe von einheimischen Jägern und Hirten erste Erkundungsfahrten und Besteigungen in die bis dahin unbekannten Berner Alpen. Berge und Pässe wie Scheuchzer-, Agassiz-, Studer- und Grunerhorn sowie der Hugisattel sind Zeugen dieser Zeit.
Grossen Bekanntheitsgrad in dieser Zeit genossen unter anderem: Johann Jaun, Meiringen, 1806 –1860, bevorzugter Führer von Forscher Agassiz. Er bestieg als erster das Finsteraarhorn mit Gast. Jakob Leuthold, Guttannen, 1806 –1843, Hauptführer der Erstbegehung des Finsteraarhorns über die Westflanke und den NW-Grat. Dieser galt als sehr geschickter, stolzer und kühner Führer und besass laut Desor die Fähigkeit, Berge intuitiv zu erkennen. Melchior Banholzer aus Guttannen, geb. 1814, ausgewandert nach Amerika, war nach Aussagen von Dollfuss «der unerschrockenste, halsbrecherischte Führer aller Zeiten».
Ein Pionier der ersten Generation war Melchior Anderegg, 1827–1914, Zaun. International kannte man ihn als «King of the Guides». Sein Repertoire an Erstbesteigungen ist umfangreich. Jakob Anderegg, Meiringen, 1827–1878, etwas weniger berühmt als sein Vetter Melchior, war «ein Draufgänger bei dem Vorsicht durch Abwesenheit glänzte» (Zitat Leslie Stephens).
«goldenes Zeitalter» 1854 – 1865
Während diesen Jahren wurden die Mehrzahl der Viertausender und markanteren Dreitausender bestiegen. Im Goldenen Zeitalter waren es vor allem Engländer, mit denen unsere Vorfahren die Alpen erschlossen. Meiringen war damals als Talort sehr gefragt und bekannter als Grindelwald. Als nach dem Dorfbrand von 1891 Meiringen wieder aufgebaut wurde, finanzierten dies zum Teil auch die englischen Gäste der Hasliführer.
Die zweite Generation prägten unter anderen Johann Fischer, Zaun, 1834 – 1874, mit seinen Erschliessungen im Mont-Blanc-Gebiet und Andreas Maurer, Meiringen, 1842 –1882, als Erstbegeher des Biancograts an der Bernina und erster Schweizer Auslandführer. Zur selben Liga gehörte Johann Jaun, Zaun, 1843 –1921. Von ihm stammt das Zitat: «Ma möös nid nummen gahn, ma möös o em umhi chun».
Auch die erste erfolgreiche Skitour auf den Montblanc, 4807 m, erfolgte durch einheimische Bergführer. Es waren dies Alexander Tännler, Kaspar Maurer, Innertkirchen, und Heinrich Zurflüh, Lugen, mit einem deutschen Begleiter am 25. Februar 1904.

